Oelsnitz/Erzgebirge - Ein guter Flecken Erde
Oelsnitz-Panorama
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen
Bürgerservice
Eine Seite zurück Zur Startseite E-Mail Zur Anmeldung

Lebenslagen-> Erben und Vererben-> 3. Erbfall-> 3.3 Erbschein-> Erteilung eines Erbscheins
Erteilung eines Erbscheins 


Zum Nachweis Ihres Erbrechts brauchen Sie oft einen Erbschein (etwa wenn Sie ein Grundstück oder ein Konto der oder des Verstorbenen auf Ihren Namen umschreiben lassen oder über das Kontoguthaben frei verfügen möchten).

Beruht die Erbfolge auf einer notariell beurkundeten Verfügung von Todes wegen, ist es vielfach ausreichend, wenn Sie eine beglaubigte Abschrift der Verfügung von Todes wegen und des Eröffnungsprotokolls vorlegen.



Zuständigkeit

das Nachlassgericht (Amtsgericht), in dessen Bezirk die verstorbene Person ihren letzten Wohnsitz hatte



Ablauf

Sie können den Erbschein formlos beim Nachlassgericht beantragen.

Der Antrag muss unter anderem den Inhalt des begehrten Erbscheins genau angeben. Ein Antrag nach "Maßgabe des Testaments" ist daher regelmäßig nicht zulässig.

Jeder Antrag muss Name, Anschrift und Geburtsdatum des Antragstellers enthalten sowie den Todestag des Erblassers und die Angabe, ob ein Rechtsstreit über das Erbrecht des Antragstellers anhängig ist. Zudem muss sich aus dem Antrag ergeben, ob ein Allein-, Teil- oder gemeinschaftlicher Erbschein beantragt wird. Ist eine Person weggefallen, durch die der Antragsteller von der Erbfolge ausgeschlossen oder sein Erbteil gemindert werden würde, so hat der Antragsteller anzugeben, in welcher Weise die Person weggefallen ist.


Ein gesetzlicher Erbe muss darüber hinaus folgende Angaben in seinem Antrag aufführen:

  • das Verhältnis, auf dem sein Erbrecht beruht (zum Beispiel Verwandtschaft, Ehe, Vaterschaftsfeststellung)
  • ob und welche Personen vorhanden sind oder vorhanden waren, durch die er von der Erbfolge ausgeschlossen oder sein Erbteil gemindert sein könnte
  • ob und welche Verfügungen von Todes wegen des Erblassers vorhanden sind

Ein gewillkürter Erbe muss in seinem Antrag zu dem eingangs Genannten außerdem alle vorhandenen Verfügungen des Erblassers von Todes wegen (Testament, Erbvertrag) angeben. Die Verfügung, mit der er sein Erbrecht begründet, muss er bezeichnen und vorlegen.


HINWEIS: Wenn Sie einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen, müssen Sie sämtliche Erben und ihre Erbteile angeben. Außerdem müssen Sie beweisen, dass die übrigen Erben die Erbschaft angenommen haben, soweit der Antrag nicht von allen Erben gestellt wird.


Neben dem Antrag ist in der Regel die Abgabe einer Versicherung an Eides statt über die Richtigkeit bestimmter im Gesetz vorgesehener Angaben erforderlich. Die Versicherung ist vor Gericht oder vor einem Notar abzugeben.



Notwendige Unterlagen:

In der Regel müssen Sie die Richtigkeit der für den Erbschein notwendigen Angaben an Eides statt versichern. Darüber hinaus benötigen Sie folgende Unterlagen:


individuell festgelegte Erbfolge/Verfügung von Todes wegen vorhanden:


gesetzliche Erbfolge/keine Verfügung von Todes wegen vorhanden:

  • Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses (in der Regel durch Personenstandsurkunden, wie zum Beispiel Abstammungsurkunde, Heiratsurkunde, Abschrift aus dem Familienbuch), soweit dies für die Erbenermittlung erforderlich ist.
    Die erforderlichen Unterlagen müssen im Original oder in beglaubigter Form vorgelegt werden.
    Dies kann besonders schwierig sein, wenn der Erblasser keine Nachkommen hatte oder diese bereits verstorben waren, ohne selbst Nachkommen zu hinterlassen. Da die gesetzliche Erbfolge dann über die Eltern und Großeltern des Erblassers ermittelt wird, benötigen Sie eine Vielzahl von Unterlagen.

HINWEIS: Beim Nachlassgericht erhalten Sie Auskunft darüber, welche Urkunden Sie vorlegen und welche Erklärungen Sie gegebenenfalls noch abgeben müssen.



Folgende Bearbeitungsgebühren/Kosten entstehen:

Für die Beurkundung der Versicherung an Eides statt und für die Erteilung des Erbscheins wird jeweils eine so genannte volle Gebühr, mindestens jedoch EUR 10 erhoben. Die volle Gebühr ist abhängig vom Gegenstandswert, in diesem Fall also vom Wert des Nachlasses nach Abzug der Verbindlichkeiten.



Sonstiges

Unter bestimmten Voraussetzungen (etwa bei fehlerhaften Angaben) kann es zur nachträglichen Einziehung des Erbscheins kommen.



Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:

  • § 2353 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Zuständigkeit des Nachlassgerichts, Antrag
  • § 2354 BGB – Angaben des gesetzlichen Erben im Antrag
  • § 2355 BGB – Angaben des gewillkürten Erben im Antrag
  • § 2356 BGB – Nachweis der Richtigkeit der Angaben
  • § 2357 BGB – Gemeinschaftlicher Erbschein
  • § 49 Kostenordnung (KostO)
  • § 107 KostO


Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa. Stand: 20.07.2010





Eine Seite zurück Zum Seitenanfang
Beginn der Blöcke
Blöcke überspringen
Beginn des Darstellungsformulares
Darstellungsformular überspringen
Darstellung
Ende des Darstellungsformulares


Logo Tor zum Erzgebirge

Logo Landesgartenschau Oelsnitz/Erzgebirge 2015

SIS - Senioren und Ehrenamt


Wappen des Erzgebirgskreises

Logo der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Logo der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Logo des Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Logo des european energy award