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Lebenslagen-> Erben und Vererben-> 3. Erbfall-> 3.3 Erbschein-> Einziehung eines Erbscheins
Einziehung eines Erbscheins 


Durch die Erteilung des Erbscheins wird amtlich bekundet, wer Erbe des Verstorbenen ist (Zeugnis über das Erbrecht). Gelangt das Nachlassgericht nach der Erteilung des Erbscheins zu der Überzeugung, dass die Voraussetzungen für die Erteilung schon ursprünglich nicht gegeben waren oder nachträglich entfallen sind, ordnet es durch Beschluss die Einziehung des Erbscheins an.



Zuständigkeit

das Nachlassgericht (Amtsgericht), das den Erbschein erteilt hat



Ablauf

Ein Erbschein ist beispielsweise dann unrichtig, wenn die Angabe der Erben oder Erbteile fehlerhaft ist.

Wenn sich Zweifel an der Richtigkeit eines Erbscheins ergeben, stellt das Nachlassgericht von Amts wegen die erforderlichen Ermittlungen an.

Wenn Sie durch einen unrichtigen Erbschein in Ihrer Erbenstellung beeinträchtigt werden, können Sie die Einziehung des Erbscheins beim Nachlassgericht auch anregen.

Kann der Erbschein nicht sofort eingezogen werden, erklärt das Nachlassgericht ihn durch Beschluss für kraftlos. Der Beschluss wird öffentlich bekannt gemacht. Dies geschieht durch Aushang an der Gerichtstafel oder Einstellung in ein elektronisches Informationssystem, das im Gericht öffentlich zugänglich ist. Zusätzlich kann das Gericht anordnen, dass der Beschluss einmal oder mehrmals im elektronischen Bundesanzeiger oder anderen Blättern veröffentlicht wird.



Bearbeitungsfristen:

Mit dem Ablauf eines Monats nach der letzten Einrückung des Beschlusses in die öffentlichen Blätter wird die Kraftloserklärung wirksam.



Folgende Bearbeitungsgebühren/Kosten entstehen:

Für die Einziehung oder Kraftloserklärung eines Erbscheins wird die Hälfte der so genannten vollen Gebühr, mindestens jedoch EUR 10 erhoben. Die volle Gebühr ist abhängig vom Gegenstandswert. Es muss keine Gebühr entrichtet werden, wenn in demselben Verfahren ein neuer Erbschein erteilt wird.



Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:

  • § 2361 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Einziehung oder Kraftloserklärung des unrichtigen Erbscheins
  • § 108 Kostenordnung (KostO)
  • § 185 Zivilprozessordnung (ZPO) – Öffentliche Zustellung
  • § 186 ZPO – Bewilligung und Ausführung der öffentlichen Zustellung
  • § 187 ZPO – Veröffentlichung der Benachrichtigung
  • § 188 ZPO – Zeitpunkt der öffentlichen Zustellung


Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa. Stand: 20.07.2010





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