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Feststellung einer Behinderung 


Falls Sie wegen einer Krankheit, eines Unfalls oder von Geburt an ein erhebliches Leiden haben, das Ihre Teilhabe (Teilnahme) am Leben in der Gemeinschaft einschränkt, können Sie diese Einschränkung als Behinderung amtlich feststellen lassen. Die Behinderung darf nicht nur vorübergehend bestehen, sondern muss länger als sechs Monate andauern.

Neben der Feststellung, dass eine Behinderung vorliegt, wird auch deren Ausmaß (Grad der Behinderung) festgelegt und die Merkzeichen für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen vergeben.


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Zuständigkeit
  • wenn Sie in Chemnitz, Dresden oder Leipzig wohnen: die Stadtverwaltung
  • wenn Sie in einer anderen Stadt oder Gemeinde wohnen: das Landratsamt


Ablauf

FORMULARE:

  • Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft – Erstantrag
    (Liste "Formulare/Online-Dienste" oben rechts in der Randspalte)

Sie erhalten keinen Link zum Formular? Mögliche Ursachen:
(1) Unzutreffende Ortsauwahl. Bitte betätigen Sie sie Ortsauswahl in der rechten Randspalte.
(2) Die Antragsstelle stellt in Amt24 keine Formulare zur Verfügung.


TIPP: Geben Sie unter Formulare/Online-Dienste den Begriff "Schwerbehinderung" ein. Sie erhalten dann einen Link zu einem Grundformular (ohne die Adressdaten der Antragsstelle).


  • Den Antragsvordruck erhalten Sie auch in Papierform bei der zuständigen Stelle.
  • Damit Ihr Antrag so schnell als möglich bearbeitet werden kann, sollten Sie ihn vollständig und gut leserlich ausfüllen. Achten Sie dabei bitte vor allem darauf, Ihre behandelnden Ärzte vollständig einzutragen und den Antrag zu unterschreiben.
  • Schicken Sie den Antrag in schriftlicher Form an die für Sie zuständigen Stelle oder geben Sie ihn dort mündlich zur Niederschrift.
  • Die zuständige Stelle steht Ihnen bei der Antragstellung jederzeit zur Seite, um Ihre Fragen zu beantworten und Ihnen beim Ausfüllen zu helfen.

Nach der Prüfung Ihres Antrages erteilt die zuständige Stelle einen Feststellungsbescheid, in dem die einzelnen Behinderungen, der Grad der Behinderung (GdB) und die weiteren gesundheitlichen Merkmale (Merkzeichen) angegeben werden. Dieser Bescheid wird auch dann ausgestellt, wenn der festgestellte GdB weniger als 50 beträgt.

Sollte das zuständige Amt bei Ihnen einen GdB von 50 oder mehr festgestellt haben, erhalten Sie einen Schwerbehindertenausweis. Die zutreffenden Merkzeichen und die Gültigkeitsdauer sind auf der Rückseite eingetragen.


HINWEIS: Als schwerbehindert gelten Menschen, die einen GdB von wenigstens 50 haben und in der Bundesrepublik Deutschland wohnen beziehungsweise hier ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben oder hier beschäftigt sind.


Bei einem schwerbehinderten Menschen kommt es oft vor, dass mehrere Behinderungen zusammentreffen (Mehrfachbehinderung). Die Behinderungen können unabhängig voneinander bestehen, sich aber auch gegenseitig überschneiden und verstärken. Die wechselseitigen Beziehungen der einzelnen Behinderungen werden bei der Feststellung des Grades der Behinderung (Gesamt-GdB) berücksichtigt.



Notwendige Unterlagen:

Das Feststellungsverfahren können Sie beschleunigen, indem Sie Ihrem Antrag umfassende Arztberichte mit einer genauen Beschreibung des Befundes oder die bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin befindlichen Untersuchungsunterlagen (zum Beispiel Facharztbriefe, Krankenhausberichte, Kurschlussgutachten, Röntgenbefunde) beifügen.


HINWEIS: Ärztliche Bescheinigungen, die nur die geäußerten Beschwerden enthalten, reichen nicht aus. Eine Kostenerstattung für eingereichte ärztliche Atteste kann nicht zugesichert werden.


Es ist möglich, dass Ihre medizinischen Unterlagen zu einer Entscheidung nicht ausreichen. In diesem Fall müssen Sie mit einer ärztlichen Untersuchung und Begutachtung rechnen. Sie werden gegebenenfalls schriftlich zu einer Untersuchung eingeladen.



Folgende Bearbeitungsgebühren/Kosten entstehen:

Für den Antrag auf Feststellung einer Behinderung fallen keine Kosten beziehungsweise Gebühren an.


HINWEIS: Für die eingereichten ärztlichen Atteste und Bescheinigungen können jedoch durchaus Kosten entstehen, die Sie selbst übernehmen müssen.



Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:



Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Stand: 11.08.2010





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