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Aufstiegsfortbildungsförderung ("Meister-BAföG") 


Sie wollen sich qualifizieren, doch für den Meisterlehrgang fehlt Ihnen das nötige Geld. Mit staatlicher Hilfe kommen Sie an Ihr Ziel. Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) sieht analog dem BAföG eine Förderung vor, wenn Sie sich über die Facharbeiter- und Gesellenprüfung oder den Berufsfachschulabschluss hinaus fortbilden wollen.

Das "Meister-BAföG" ist für Kurse gedacht, mit denen Sie sich auf Meisterprüfungen und vergleichbare Abschlüsse vorbereiten. Der Umfang muss mindestens 400 Unterrichtsstunden betragen, darf in der Regel aber nicht länger als zwei Jahre dauern.

Vorgesehen ist eine so genannte Familienkomponente mit Unterhaltszuschläge für jedes Kind und einem Zuschuss für Alleinerziehende. Verzögert sich die Fortbildung wegen der Betreuung von Kindern, kann die Bezugsdauer verlängert werden.


Komponenten des "Meister-BAföG"

  • Maßnahmenbeitrag: Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu EUR 10.226
  • Kosten zur Anfertigung eines Prüfungs- oder Meisterstücks bis zu EUR 1.534
  • Unterhaltsbeitrag: abhängig von familiärer Situation, Einkommen und Vermögen

Die Förderung ist eine Kombination aus Darlehen und Zuschuss (Zuschuss-Anteil bei Maßnahmenbeitrag derzeit 30,5 Prozent, bei Unterhaltsbeitrag 44 Prozent).


TIPP: Die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab Maßnahmebeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Beantragen Sie das „Meister-BAföG“ daher bitte rechtzeitig. Ausführliche Informationen mit Berechnungsbeispielen bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung im "Meister-BAföG"-Portal.



Zuständigkeit

Entsprechend der Berufsgruppen:

  • Handwerkskammern
  • Industrie- und Handelskammern
    (Bitte benutzen Sie die "Ortsauswahl" oben rechts in der Randspalte.)

Für Fachschüler und Schüler mit ausländischer Staatsbürgerschaft:

  • Sächsisches Landesamt für Ausbildungsförderung


Voraussetzungen
  • Handwerker mit abgeschlossener Lehre (Gesellenbrief) oder andere Fachkraft mit gleichwertigem Abschluss
  • Vorbereitung auf einen Fortbildungsabschluss wie Handwerks-/ Industriemeister, Techniker, Fachkaufmann/-frau, Fachkrankenpfleger, Betriebsinformatiker, Programmierer, Betriebswirt
  • eigene Einkünfte können den Lebensunterhalt nicht decken
  • Umfang der Fortbildung mindestens 400 Unterrichtsstunden, aber nicht länger als zwei Jahre (vier Jahre bei Teilzeit)

Förderungsberechtigt sind deutsche Staatsbürger, Bürger der Europäischen Union und ausländische Mitbürger, die drei Jahre rechtmäßig in Deutschland leben und erwerbstätig sind.


ACHTUNG: Das "Meister-BAföG" wird Ihnen nicht gewährt, wenn Sie bereits eine vergleichbare oder höhere Qualifikation haben (Beispiel: Hochschulabschluss).



Ablauf

Antrag

  • Informieren Sie sich im Vorfeld, ob eine Ausbildungsförderung in Frage kommt. Nähere Auskunft erhalten Sie bei der Antragsstelle.
  • Das Antragsformular erhalten Sie bei der zuständigen Stelle oder per Download:
  • Füllen Sie den Antrag aus und stellen Sie die nötigen Nachweise zusammen (Hinweise dazu im Antrag).
  • Reichen Sie den Antrag und alle Unterlagen bei der zuständigen Stelle ein.
  • Die Antragsstelle prüft Ihren Antrag, unter Umständen werden sich noch Rückfragen ergeben.
  • Sie erhalten schriftlich Bescheid, ob und in welcher Höhe Sie Ausbildungsförderung erhalten

Förderdarlehen

Die Darlehen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben, Sie schließen darüber einen gesonderten Kreditvertrag ab.



Notwendige Unterlagen:

Die nötigen Unterlagen sind im Antrag aufgeführt. Verlangt werden insbesondere:

  • Nachweise über Einkommen und Aufwendungen
  • Ausbildungs- und Studienbescheinigungen


Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:



Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Stand 23.07.2010





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