Oelsnitz/Erzgebirge - Ein guter Flecken Erde
Oelsnitz-Panorama
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen
Bürgerservice
Eine Seite zurück Zur Startseite E-Mail Zur Anmeldung

Lebenslagen-> Unternehmensgründung-> 3. Mitarbeiter-> Einbehaltung, Anmeldung und...
Einbehaltung, Anmeldung und Abführung von Lohnsteuer 


Beschäftigen Sie in Ihrem Betrieb Arbeitnehmer, sind Sie grundsätzlich bei jeder Lohnzahlung verpflichtet, für Rechnung der Arbeitnehmer Lohnsteuer sowie Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer vom Arbeitslohn einzubehalten, beim Finanzamt anzumelden und dorthin abzuführen.

Als Arbeitgeber haften Sie für die richtige Einbehaltung und Abführung der Beträge.

 

Steuerabzug nach allgemeinen Vorschriften

Ein Arbeitnehmer hat Ihnen vor Beginn des Kalenderjahres oder beim Eintritt in das Beschäftigungsverhältnis eine Lohnsteuerkarte vorzulegen. Anhand der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen persönlichen Besteuerungsmerkmale des Arbeitnehmers (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Religionszugehörigkeit/Kirchensteuerabzug sowie gegebenenfalls Frei- und/oder Hinzurechnungsbeträge) müssen Sie dann die Beträge für Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ermitteln.

Legt ein Arbeitnehmer Ihnen keine Lohnsteuerkarte vor, so müssen Sie die Steuerabzugsbeträge in der Regel nach Steuerklasse VI ermitteln. Besonderheiten gelten für die Arbeitnehmer, denen kraft Gesetzes keine Lohnsteuerkarte ausgestellt wird, weil sie im Inland weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt haben und deshalb nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind.

Pauschalierung der Lohnsteuer

Unter bestimmten Voraussetzungen (zum Beispiel bei Aushilfen oder Teilzeitkräften) können Sie bei fehlender Lohnsteuerkarte die Beträge für Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer alternativ auch nur mit einem vorgeschriebenen Steuersatz berechnen (pauschalieren). In diesem Fall müssen Sie die Lohnsteuer aber – anstatt vom Arbeitslohn einzubehalten – selbst übernehmen.


Berechnungshilfen

Im Handel sind verschiedene Programme zur Berechnung der Lohnsteuer erhältlich. Diese unterstützen auch die Ermittlung des Solidaritätszuschlages und gegebenenfalls der Kirchensteuer. Arbeitgeber ohne maschinelle Lohnabrechnung können für den Steuerabzug nach allgemeinen Vorschriften auf im Buchhandel erhältliche Lohnsteuertabellen zurückgreifen, die für den maßgebenden Lohnzahlungszeitraum (Jahr, Monat, Woche, Tag) gelten.

Lohnsteuer-Anmeldung

Die ermittelten Steuerbeträge (mit Ausnahme der 2-prozentigen einheitlichen Pauschsteuer für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer) sind von Ihnen gegenüber dem Finanzamt in einer Lohnsteuer-Anmeldung zu erklären.

Die Lohnsteuer-Anmeldung ist eine Steuererklärung im Sinne der Abgabenordnung. Die darin erklärten Beträge müssen Sie schließlich an das Finanzamt abführen.

 

VERWANDTE THEMEN:

Weitere Informationen zur Lohnsteuer (insbesondere zur Führung eines Lohnkontos für jeden Arbeitnehmer und zur Ausstellung/Übermittlung von Lohnsteuerbescheinigungen) sowie zu anderen für Unternehmensgründer relevanten Steuerarten erhalten Sie hier:



Zuständigkeit
  • Finanzamt Ihrer lohnsteuerlichen Betriebsstätte
  • (Die lohnsteuerliche Betriebsstätte ist in der Regel Ihr Betrieb oder der Teil Ihres Betriebes im Inland, in dem der für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs maßgebende Arbeitslohn insgesamt ermittelt wird.)
  • bei geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern (2-prozentige einheitliche Pauschsteuer): Service-Center Cottbus der Deutschen Rentenversicherung, Knappschaft Bahn-See
  • DETAILS:


Ablauf

Eine Lohnsteuer-Anmeldung ist grundsätzlich für jeden Lohnsteuer-Anmeldungszeitraum erforderlich. Dabei sind sämtliche Beträge einer lohnsteuerlichen Betriebsstätte je Anmeldungszeitraum in einer Lohnsteuer-Anmeldung zusammenzufassen.

 

Anmeldungszeitraum

Anmeldungszeitraum ist grundsätzlich der Kalendermonat. Abhängig von der Höhe der Lohnsteuer des Vorjahres ist der Anmeldungszeitraum davon abweichend

  • das Kalendervierteljahr
    (wenn die Lohnsteuer des vorgegangenen Kalenderjahres zwar mehr als EUR 1.000, aber nicht mehr als EUR 4.000 betragen hat) beziehungsweise
  • das Kalenderjahr
    (wenn die Lohnsteuer des vorgegangenen Kalenderjahres nicht mehr als EUR 1.000 betragen hat).

Die genannten Schwellenwerte beinhalten die Erhöhung durch das Steuerbürokratieabbaugesetz vom 20. Dezember 2008 für Lohnsteuer-Anmeldungen für Jahre ab 2009 (bisher: Kalendervierteljahr bei mehr als EUR 800, aber nicht mehr als EUR 3.000 beziehungsweise Kalenderjahr bei nicht mehr als EUR 800 Lohnsteuer des Vorjahres).


HINWEIS: Im Jahr der Betriebseröffnung kann auf das vorangegangene Kalenderjahr nicht abgestellt werden. Insoweit ist die auf einen Jahresbetrag umgerechnete, für den ersten vollen Kalendermonat nach der Eröffnung der lohnsteuerlichen Betriebsstätte abzuführende Lohnsteuer maßgeblich.

ACHTUNG! Von der Verpflichtung, Lohnsteuer-Anmeldungen abzugeben beziehungsweise zu übermitteln, werden Sie erst befreit, wenn Sie Arbeitnehmer, für die Sie Lohnsteuer einzubehalten oder zu übernehmen haben, nicht mehr beschäftigen und dies dem Finanzamt mitteilen.

Elektronische Datenübermitlung

Lohnsteuer-Anmeldungen müssen Sie der Finanzverwaltung nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung (StDÜV) elektronisch übermitteln. Die Finanzverwaltung stellt Ihnen hierfür das kostenlose Programm "ElsterFormular" zur Verfügung.

Das Programm steht im Internet zum Download bereit.

Darüber hinaus ist "ElsterFormular" als CD-ROM in begrenztem Umfang bei den sächsischen Finanzämtern und im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen erhältlich.


Wenn Sie die Daten ohne zusätzliche Steuererklärungsprogramme übermitteln möchten, können Sie dazu auch das Internet-Portal der Finanzverwaltung "ElsterOnline" nutzen.

Papierform nur im Ausnahmefall

Auf Ihren formlosen Antrag hin kann das Finanzamt in Härtefällen auf eine elektronische Übermittlung verzichten – insbesondere, solange es Ihnen nicht zumutbar ist, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen. In diesem Falle müssen Sie das Formular "Lohnsteuer-Anmeldung" ausfüllen und beim Finanzamt abgeben.

Das Formular erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.



Bearbeitungsfristen:

Lohnsteuer-Anmeldungen müssen Sie dem Finanzamt spätestens bis zum 10. Tag nach Ablauf des Lohnsteuer-Anmeldungszeitraums übermitteln beziehungsweise dort abgeben. Gleiches gilt für die Entrichtung der angemeldeten Steuerabzugsbeträge an das Finanzamt. Fällt der maßgebliche Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, so verschiebt sich das Ende der Frist auf den nächstfolgenden Werktag.

Beispiele:

  • Anmeldungszeitraum ist der Kalendermonat September 2010:
    Fristablauf am 11. Oktober 2010 (Montag)
  • Anmeldungszeitraum ist das vierte Kalendervierteljahr 2010:
    Fristablauf am 10. Januar 2011
  • Anmeldungszeitraum ist das Kalenderjahr 2010:
    Fristablauf am 10. Januar 2011


Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:

  • § 38 Einkommensteuergesetz (EStG) – Erhebung/Einbehaltung der Lohnsteuer
  • § 38a Einkommensteuergesetz (EStG) – Höhe der Lohnsteuer
  • §§ 39b, 39c und 39d Einkommensteuergesetz (EStG) – Durchführung des Lohnsteuerabzugs
  • §§ 40, 40a und 40b Einkommensteuergesetz (EStG) – Pauschalierung der Lohnsteuer
  • § 41a Einkommensteuergesetz (EStG) – Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer
  • § 51a Einkommensteuergesetz (EStG) – Festsetzung und Erhebung von Zuschlagsteuer, z.B. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
  • §§ 149 bis 153 Abgabenordnung (AO) – Steuererklärungen, -anmeldungen
  • Solidaritätszuschlagsgesetz – SolZG
  • Sächsisches Kirchensteuergesetz – SächsKiStG


Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministerium der Finanzen. Stand: 03.08.2010





Eine Seite zurück Zum Seitenanfang
Beginn der Blöcke
Blöcke überspringen
Beginn des Darstellungsformulares
Darstellungsformular überspringen
Darstellung
Ende des Darstellungsformulares


Logo Tor zum Erzgebirge

Logo Landesgartenschau Oelsnitz/Erzgebirge 2015

SIS - Senioren und Ehrenamt


Wappen des Erzgebirgskreises

Logo der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Logo der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Logo des Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Logo des european energy award