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Mutterschaftsgeld für nicht gesetzlich Versicherte 


Frauen, die nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern familienversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung oder privatversichert oder gar nicht krankenversichert sind, erhalten für die Zeit der Mutterschutzfristen einmalig Mutterschaftsgeld. Sie müssen dazu bei Beginn der Schutzfrist in einem Arbeitsverhältnis stehen oder in Heimarbeit beschäftigt sein. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes beträgt höchstens EUR 210.

Arbeitnehmerinnen, die in einer privaten Krankenversicherung oder nicht krankenversichert sind, erhalten einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Differenz zwischen EUR 13 und dem durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt. Ist das Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft oder der Schutzfrist zulässig aufgelöst worden, finanziert der Bund den Zuschuss.

Die Auszahlung erfolgt in den genannten Fällen durch das Bundesversicherungsamt. Kann der Arbeitgeber seiner Verpflichtung zur Zahlung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld wegen eines Insolvenzereignisses nicht nachkommen, erhalten die Frauen den Zuschuss ebenfalls über das Bundesversicherungsamt.

TIPP: Das Bundesversicherungsamt berät Sie auch telefonisch unter der Rufnummer 0228/619-1888.



Zuständigkeit


Voraussetzungen
  • Sie sind nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern familien- oder privatversichert.
  • Sie sind oder waren zu Beginn der sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung in einem Arbeitsverhältnis (auch geringfügigen) oder Heimarbeitsverhältnis.
  • Sie sind während der Schutzfristen von einem Beamten- in ein Arbeitsverhältnis gewechselt (Beamtinnen wenden sich an ihren Dienstherrn).
  • Ihr Arbeitsverhältnis wurde während der Schwangerschaft vom Arbeitgeber zulässig, das heißt mit Zustimmung der nach Landesrecht zuständigen Behörde (zum Beispiel des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes), aufgelöst.
  • Eröffnung des Konkursverfahrens des Arbeitgebers oder Abweisung des Konkursantrages mangels Masse.

ACHTUNG: Keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Sie, wenn die Kündigung durch Sie erfolgt ist oder das Arbeitsverhältnis vertragsgemäß endete (zum Beispiel bei einem befristeten Arbeitsverhältnis).



Ablauf

Sie müssen einen schriftlichen Antrag beim Bundesversicherungsamt stellen.

  • Sie benötigen den Antrag auf Mutterschaftsgeld und den Vordruck "Bescheinigung des Arbeitgebers zur Berechnung von Mutterschaftsgeld" (zum Ausfüllen durch Ihren Arbeitgeber bestimmt). Die Formulare samt Merkblatt stehen Ihnen auf den Seiten des Bundesversicherungsamtes zum Download zur Verfügung.
    Sie können das Formular auch telefonisch oder schriftlich anfordern.
  • Senden Sie den vollständig ausgefüllten und eigenhändig unterschriebenen Antrag mit den erforderlichen Unterlagen sind an das Bundesversicherungsamt zurück.


Notwendige Unterlagen:
  • Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstag durch einen Arzt oder eine Hebamme

    ACHTUNG: Diese Bescheinigung wird nicht früher als sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, also eine Woche vor Beginn der Mutterschutzfrist ausgestellt.

  • Geburtsbescheinigung für Mutterschaftshilfe – im Original, wenn Sie privatversichert sind, beziehungsweise in einer von der gesetzlichen Krankenkasse abgestempelten Kopie, wenn Sie familienversichert sind
    Die Geburtsbescheinigung müssen Sie nach der Entbindung beim Standesamt beantragen und zur abschließenden Bearbeitung Ihres Antrags an das Bundesversicherungsamt schicken.


Bearbeitungsfristen:

In Ihrem Interesse sollten Sie den Antrag  v o r  der Entbindung stellen.



Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:

  • § 13 Mutterschutzgesetz (MuSchG) – Mutterschaftsgeld für nicht gesetzlich Versicherte
  • § 200 Reichsversicherungsordnung (RVO) – Mutterschaftsgeld


Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Sächsische Staatsministe­rium für Soziales und Verbraucherschutz. Stand: 03.08.2010





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