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Energetische Sanierung (Sächsisches Energiespardarlehen) 
(amtlich: Antrag auf ein öffentlich-rechtliches Darlehen zur energetischen Sanierung / einen Zuschuss für die Kosten der energetischen Bewertung zur Tilgung des Darlehens zur energetischen Sanierung – Nr. 00720)...


Der Freistaat Sachsen fördert mit diesem Programm Sanierungsmaßnahmen an bestehenden innerstädtischen Wohngebäuden auf der Basis einer energetischen Bewertung mit einem öffentlichen Darlehen. Für die energetische Bewertung selbst wird ein Zuschuss gewährt.


Als Beispiele hierfür seien genannt:

  • Verbesserung der Wärmedämmung (zum Beispiel Außenwände, Fenster, Dach, Kellerdecke oder erdberührende Außenflächen beheizter Räume)
  • Nutzung erneuerbarer Energien (zum Beispiel solarthermische Anlagen, Biomasseanlagen, Wärmepumpen)
  • Verbesserung der Energieeffizienz (Austausch von Kohle-, Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizungen durch Brennwert-Zentralheizungen; energieeffiziente Lüftungsanlagen gemäß DIN 1946 T6; Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung)

MEHR ZU DIESEM THEMA:

  • Wohnraumförderung – Beispiele der Förderdarlehen für Energetische Sanierung und Mehrgenerationenwohnen
    (Broschüre des Sächsischen Staatsministeriums des Innern)

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Zuwendungsempfänger ist der Eigentümer eines Wohngebäudes oder einer Wohnung.

Die zinsgünstigen öffentlichen Darlehen sowie der Zuschuss zur energetischen Bewertung im Förderprogramm Sächsisches Energiespardarlehen stellen eine De-minimis-Beihilfe dar.


Darlehen für energetische Sanierung


Konditionen
Details
Darlehenshöhe
  • maximal 90 Prozent der förderfähigen Kosten
  • mindestens EUR 5.000 insgesamt
Höchstbetrag maximal EUR 50.000 je Wohneinheit des geförderten Wohngebäudes
Laufzeit 20 Jahre
Zinssatz
  • vom 1. bis zum 10. Jahr: 2,5 Prozent
  • ab dem 11. Jahr: 3,5 Prozent
Bei Erreichen der Anforderungen, die von der Energieeinsparverordnung an ein Neubauvorhaben gestellt werden:
  • gesamte Laufzeit: 1,5 Prozent
Auszahlung
  • bis EUR 25.000 Darlehenssumme: 100 Prozent nach Abschluss der Maßnahme
  • über EUR 25.000 Darlehenssumme: in drei Teilbeträgen nach Baufortschritt (Bestätigung durch Bauleiter oder Architekt) möglich
  • Darlehen muss innerhalb von 12 Monaten abgerufen werden
Rüchkzahlung
  • in gleich hohen monatlichen Raten (Ratendarlehen)
  • Tilgungssatz: mindestens 5 Prozent pro Jahr
  • wahlweise ein tilgungsfreies Jahr (ab Zusage)
  • Mit einer Ankündigungsfrist von zehn Bankarbeitstagen zum Fälligkeitstermin ist einmal jährlich eine vorzeitige teilweise Rückzahlung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Eine vollständige Rückzahlung des Darlehens kann ebenfalls mit einer Ankündigungsfrist von zehn Bankarbeitstagen zum Fälligkeitstermin ohne Vorfälligkeitsentschädigung erfolgen.
Sicherheiten Darlehen über EUR 50.000 sind im Grundbuch an rangbereiter Stelle dinglich zu sichern.
DETAILS:


Zuschuss für energetische Bewertung


Konditionen
Details
Zuschusshöhe 100 Prozent der nachgewiesenen Ausgaben für die energetische Bewertung
Höchstbetrag maximal EUR 500 je Wohngebäude
Auszahlung Der Zuschuss wird nach der vollständigen Auszahlung des Sächsischen Energiespardarlehens und der Durchführung der Maßnahmen zum übernächsten Fälligkeitstermin des Darlehens mit der Restschuld verrechnet.


Zuständigkeit
 


Voraussetzungen
  • Die Förderung erfolgt in Gemeinden mit der Funktion eines Ober- oder Mittel- oder Grundzentrums (Ortsverzeichnis siehe Merkblatt oben rechts in der Randspalte).
  • Die Förderung von Mietwohnraum erfolgt ausschließlich in Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern. Die zuständige Gemeinde muss bestätigen, dass sich das Wohngebäude
    • in einem Gebiet befindet, das nach den Städtebaulichen Entwicklungskonzept (INSEK) als integrierte Lage ausgewiesen ist oder
    • in einem Stadtgebiet liegt, das vor 1949 erschlossen und bebaut ist.
  • Darüber hinaus, sind auch Vorhaben an Wohngebäuden förderfähig, die auch nach den Kapiteln A, E oder G der Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung (RL ILE/2007) in der jeweils geltenden Fassung gefördert werden.
  • Das Gebäude muss durch eine nach § 21 Energieeinsparverordnung (EnEV) ausstellungsberechtigte Person energetisch bewertet worden sein. Die Bewertung muss den Ist-Zustand darstellen, Sanierungsmaßnahmen aufzeigen und eine Berechnung der erzielbaren Energieeinsparungen beinhalten.
  • Die Bewertung darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen und muss auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Fassung der EnEV erfolgen.
  • Nach der Umsetzung der energetischen Maßnahmen müssen die Anforderungen des § 9 EnEV übertroffen beziehungsweise bei Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) eingehalten und gemäß § 10 EEWärmeG belegt werden. Die nach der Sanierung erzielten jährlichen Einsparungen an CO2-, Primärenergie- und Endenergieverbrauch müssen ausgewiesen werden.
  • Das Wohngebäude muss älter als zwei Jahre sein.
  • Die Gesamtbelastung aus der Finanzierung und den sonstigen Aufwendungen muss auf Dauer tragbar sein.
  • Das Vorhaben darf öffentlich-rechtlichen Vorschriften nicht widersprechen.
    MEHR ZU DIESEM THEMA:

Zweckbindungsfrist

Der geförderte Wohnraum darf innerhalb von 20 Jahren keiner anderen Nutzung zugeführt werden und nicht zurückgebaut werden.



Ablauf

Nutzen Sie im ersten Schritt das Beratungsangebot der SAB:


Im Weiteren empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Objekt energetisch bewerten lassen, Maßnahmen festlegen und deren Kosten ermitteln
  • Antrag bei der SAB stellen
  • Bewilligung erfolgt durch Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Darlehensvertrages
  • anschließend unter Beachtung der Festlegungen im Darlehensvertrag Maßnahmen durchführen
  • Auszahlung nach Abschluss der Maßnahme oder bei Baufortschritt beantragen
  • mit Beantragung der Schlussauszahlung Verwendungsnachweis und die Bestätigung der fachgerechten Ausführung durch Sachverständigen erbringen

Alle benötigten Formulare und Merkblätter stehen im Downloadcenter der SAB online zur Verfügung; im Amt24 erhalten Sie die Vordrucke hier:


FORMULARE/ONLINE-DIENSTE:

  • Liste "Formulare/Online-Dienste" oben rechts in der Randspalte


Bearbeitungsfristen:

Das Vorhaben darf erst nach Finanzierungszusage begonnen werden. Ein Vorhaben gilt als begonnen, wenn der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrags erfolgt ist. Planungsleistungen gelten nicht als Baubeginn.

Mit dem Bauvorhaben müssen Sie innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Darlehensvertrages beginnen.



Folgende Bearbeitungsgebühren/Kosten entstehen:

Kosten entstehen regelmäßig für die Bestellung von Sicherheiten (Grundpfandrechte) und für die Versicherung des Wohngebäudes. Darüber hinaus können im Einzelfall weitere Kosten entstehen, die vertraglich geregelt werden.



Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:



Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch die Sächsische Staatskanzlei, die Erstellung erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank. Stand: 19.05.2010





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