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Lebenslagen-> Bauen-> 02. Förderung, finanzi...-> 2.3 Förderungen-> 2.3 Förderung: Wohnrau...-> Wohneigentum (Innerstä...
Wohneigentum (Innerstädtisch Wohnen) 
(amtlich: Antrag auf ein öffentlich-rechtliches Darlehen für selbstgenutztes Wohneigentum im innerstädtischen Bereich – Nr. 00740)...


Der Freistaat Sachsen fördert mit diesem Programm die Schaffung von selbstgenutztem Wohneigentum zur Stärkung der Innenstädte in Form eines öffentlichen Darlehens.

Folgende Vorhaben können gefördert werden:

  • Erwerb eines bestehenden Wohngebäudes, einer Eigentumswohnung oder eines zur Umnutzung vorgesehenen Gebäudes
  • Errichtung eines Wohngebäudes oder einer Eigentumswohnung zur Schließung einer Baulücke einschließlich Grundstückserwerb

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Zuwendungsempfänger ist der Erwerber oder der Bauherr von selbstgenutztem Wohneigentum.

Die Förderung besteht aus einem öffentlichen Darlehen, kombiniert mit einem KfW-Wohneigentumsdarlehen (Programm-Nr. 124) mit Zinsverbilligung um 0,5 Prozent pro Jahr in den ersten 10 Jahren durch die SAB. Die Darlehen werden von der SAB vergeben.


Konditionen
Details
Darlehenshöhe
  • maximal EUR 50.000 pro Haushalt
  • zuzüglich EUR 35.000 für jedes zum Haushalt gehörende Kind (zum Zeitpunkt der Antragstellung, Voraussetzung: Bezug von Kindergeld)
  • zuzüglich EUR 35.000 für die Errichtung einer durch Familienangehörige genutzten Einliegerwohnung)
Laufzeit 20 Jahre
Zinssatz
  • gesamte Laufzeit: 2,5 Prozent pro Jahr
  • Zinsreduzierung um 0,5 Prozent pro Jahr für jedes Kind im Haushalt, aber nicht unter 1 Prozent pro Jahr
Auszahlung
  • bis EUR 25.000 Darlehenssumme: 100 Prozent nach Abschluss der Maßnahme
  • über EUR 25.000 Darlehenssumme: in bis zu fünf Teilbeträgen nach Baufortschritt (Bestätigung durch Bauleiter oder Architekt) oder nach den Vorgaben der Makler- und Bauträgerverordnung möglich
  • Darlehen muss innerhalb von 12 Monaten abgerufen werden
Rückzahlung
  • in gleich hohen monatlichen Raten (Ratendarlehen)
  • Tilgungssatz: mindestens 5 Prozent pro Jahr
  • wahlweise ein tilgungsfreies Jahr (ab Zusage)
  • Mit einer Ankündigungsfrist von zehn Bankarbeitstagen zum Fälligkeitstermin ist einmal jährlich eine vorzeitige teilweise Rückzahlung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Eine vollständige Rückzahlung des Darlehens kann ebenfalls mit einer Ankündigungsfrist von zehn Bankarbeitstagen zum Fälligkeitstermin ohne Vorfälligkeitsentschädigung erfolgen.
Sicherheiten Darlehen über EUR 50.000 sind im Grundbuch dinglich zu sichern.
DETAILS:


Zuständigkeit
 


Voraussetzungen
  • Die Förderung erfolgt in Gemeinden mit der Funktion eines Ober- oder Mittel- oder Grundzentrums (Ortsverzeichnis siehe Merkblatt oben rechts in der Randspalte).
  • Die zuständige Gemeinde muss bestätigen, dass sich das Wohngebäude
    • in einem Gebiet befindet, das nach den Städtebaulichen Entwicklungskonzept (INSEK) als integrierte Lage ausgewiesen ist oder
    • in einem Stadtgebiet liegt, das vor 1949 erschlossen und bebaut ist.
  • Darüber hinaus sind auch Vorhaben förderfähig, die auch nach dem Kapitel E der Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung (RL ILE/2007) in der jeweils geltenden Fassung gefördert werden.
  • Der Erwerber/Bauherr muss das Wohngebäude beziehungsweise die Eigentumswohnung selbst nutzen.
  • Der Erwerb von bestehenden Wohngebäuden, Eigentumswohnungen oder zur Umnutzung vorgesehenen Gebäuden ist nur in Verbindung mit Um-, Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen förderfähig. Der Erwerb von bereits saniertem Wohneigentum ist nur dann förderfähig, wenn es sich um einen Erstbezug nach der Sanierung handelt.
  • Die Förderung setzt außerdem Folgendes voraus:
    • Einbindung des KfW-Wohneigentumsdarlehens mit mindestens 30 Prozent des Fremdfinanzierungsbedarfs
    • Vorliegen einer Baugenehmigung beziehungsweise einer bestätigten Bauanzeige nach der Sächsischen Bauordnung in der jeweils geltenden Fassung
      MEHR ZU DIESEM THEMA:
    • bei bestehendem Wohnraum der nach Sanierung: Übertreffen der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) in der jeweils geltenden Fassung beziehungsweise
      bei Neubauvorhaben: das Unterschreiten des zulässigen Jahresheizwärmebedarfs von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr
    • Eigenanteil von grundsätzlich 20 Prozent der Gesamtkosten
  • Die Gesamtbelastung aus der Finanzierung und den sonstigen Aufwendungen muss auf Dauer tragbar sein.
  • Antragsteller, welche bereits mit einem Eigentumsprogramm des Freistaates Sachsen gefördert wurden, sind von der Förderung ausgeschlossen.
  • Dem Vorhaben dürfen öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen.

Zweckbindungsfrist

Der Zuwendungsempfänger soll das geförderte Wohneigentum 20 Jahre selbst nutzen.



Ablauf

Nutzen Sie im ersten Schritt das Beratungsangebot der SAB:


Im Weiteren empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Objekt in Innenstadtlage suchen, Maßnahmen festlegen und deren Kosten ermitteln und Bauvorhaben mit der Stadt/Gemeinde abstimmen
  • Antrag bei der SAB stellen
  • Bewilligung erfolgt durch Abschluss von Darlehensverträgen
  • anschließend unter Beachtung der Festlegungen des Darlehensvertrages Maßnahmen durchführen
  • Auszahlung nach Abschluss der Maßnahme oder bei Baufortschritt beantragen
  • Schlussauszahlung mit Verwendungsnachweis und Bestätigung der fachgerechten Ausführung eines Sachverständigen beantragen

Alle benötigten Formulare und Merkblätter stehen im Downloadcenter der SAB online zur Verfügung; im Amt24 erhalten Sie die Vordrucke hier:


FORMULARE/ONLINE-DIENSTE:

  • Liste "Formulare/Online-Dienste" oben rechts in der Randspalte


Bearbeitungsfristen:

Das Bauvorhaben darf erst nach Zusage der Förderdarlehen begonnen werden. Ein Vorhaben gilt als begonnen, wenn der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrages erfolgt ist. Ein Kaufvertrag/Bauvertrag darf daher noch nicht oder nur mit einem entsprechenden Rücktrittsrecht unterzeichnet worden sein. Planungsleistungen gelten nicht als Baubeginn.



Folgende Bearbeitungsgebühren/Kosten entstehen:

Kosten entstehen regelmäßig für die Bestellung von Sicherheiten (Grundpfandrechte) und für die Versicherung des Wohngebäudes. Darüber hinaus können im Einzelfall weitere Kosten entstehen, die vertraglich geregelt werden.



Beachten Sie bitte nachfolgend aufgeführte Rechtsvorschriften:



Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch die Sächsische Staatskanzlei, die Erstellung erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch die Sächsische Aufbaubank. Stand: 08.04.2010





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