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Lebenslagen-> Leben mit einer Behinderung-> 4. Finanzielle Beihilfen un...-> 4.1 Steuerliche Erleichteru...
4.1 Steuerliche Erleichterungen 

  • Einkommen- und Lohnsteuer
  • Kraftfahrzeugsteuer
  • Hundesteuer

Einkommen- und Lohnsteuer

Behinderten Menschen werden bestimmte steuerliche Erleichterungen gewährt. So können beispielsweise die Mehraufwendungen, die für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens, für die Pflege sowie für einen erhöhten Wäschebedarf entstehen, steuerlich als außergewöhnliche Belastungen beim zuständigen Finanzamt geltend gemacht werden. Berücksichtigt werden entweder die tatsächlichen, behinderungsbedingten Ausgaben oder stattdessen ein Behinderten-Pauschbetrag. Bei Pflege einer hilflosen Person (Merkzeichen H oder Pflegestufe III) kann ein Pflege-Pauschbetrag beantragt werden.

Grundsätzlich werden die steuermindernden Aufwendungen nachträglich bei der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt. Auf Antrag wird für bestimmte Aufwendungen aber auch ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Durch die Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte ermäßigt sich bereits im laufenden Jahr die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber von Ihrem Arbeitslohn einbehalten muss.


DETAILS:

  • Lohnsteuer-Ermäßigung
  • Freibeträge für Kinder
  • Steuerliche Berücksichtigung haushaltsnaher Dienstleistungen
    (Liste "Verfahren und Dienstleistungen" oben rechts in der Randspalte)

HINWEIS: Die Behinderung ist gegenüber dem Finanzamt in folgender Weise nachzuweisen:

  • bei einem Grad der Behinderung unter 50: durch eine Bescheinigung der Stelle, die für das Feststellen des Vorliegens und des Grades der Behinderung zuständig ist, oder durch einen Rentenbescheid
  • bei einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr: durch einen Schwerbehindertenausweis beziehungsweise einen Bescheid der zuständigen Stelle

Die notwendigen Nachweise erhalten Sie in der Regel bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Landratsamt (in Dresden, Leipzig und Chemnitz: bei der Stadtverwaltung).


Behinderten-Pauschbetrag

Die Gewährung des Pauschbetrags ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Die Höhe des Behinderten-Pauschbetrags richtet sich nach der Art und dem Grad der Behinderung (GdB).

Für behinderte und schwerbehinderte Menschen mit einem GdB zwischen 25 und 100 wird ein Pauschbetrag von EUR 310 bis EUR 1.420 jährlich bei der Einkommensteuerveranlagung beziehungsweise beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Bei einem GdB von weniger als 50, aber mindestens 25 kann der Pauschbetrag nur angesetzt werden, wenn eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit festgestellt wurde oder wegen der Behinderung nach gesetzlichen Vorschriften Renten (zum Beispiel Unfallrente) oder andere laufende Bezüge zustehen.

Für schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen Bl oder Merkzeichen H erhöht sich der Pauschbetrag auf EUR 3.700 jährlich.

Steht der Pauschbetrag wegen einer Behinderung dem Kind eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin zu, für das ein Anspruch auf Kindergeld oder einen Freibetrag für Kinder besteht, kann der Pauschbetrag auf der Lohnsteuerkarte der beschäftigten Person eingetragen werden, wenn ihn das Kind nicht selbst in Anspruch nimmt. Dafür ist ein Antrag erforderlich. Bei Eltern, die nicht zusammen veranlagt werden, ist der dem Kind zustehende Pauschbetrag grundsätzlich auf beide Elternteile je zur Hälfte aufzuteilen. Auf gemeinsamen Antrag ist eine andere Aufteilung möglich.


Kraftfahrzeugkosten

Kraftfahrzeugkosten können zusätzlich zum Behinderten-Pauschbetrag abgezogen werden.

Behinderungsbedingte Aufwendungen für unvermeidbare Fahrten schwerbehinderter Menschen mit Merkzeichen G und einem GdB von mindestens 70 oder einem GdB von mindestens 80 werden in angemessenem Rahmen anerkannt, soweit diese nachgewiesen oder glaubhaft gemacht worden sind. Aus Vereinfachungsgründen können EUR 0,30 je gefahrener Kilometer für Fahrten bis zu 3.000 Kilometer – das sind bis zu EUR 900 – im Jahr geltend gemacht werden. Bei schwerbehinderten Menschen mit Merkzeichen aG, Merkzeichen Bl oder Merkzeichen H werden neben den durch die Behinderung veranlassten, unvermeidbaren Fahrtkosten auch Aufwendungen für weitere Privatfahrten berücksichtigt. Bei Nachweis oder Glaubhaftmachung der tatsächlichen Fahrleistung werden Fahrten bis zu 15.000 Kilometer zu je EUR 0,30 – das sind bis zu EUR 4.500 – jährlich angesetzt.


Einige weitere steuerliche Erleichterungen

Behinderten Menschen mit einem GdB von mindestens 70 oder mindestens 50 und einer erheblichen Beeinträchtigung ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr, welche Arbeitslohn beziehen, können statt der Entfernungspauschale für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte die tatsächlichen Aufwendungen für diese Wege geltend machen. Insoweit werden für Fahrten mit dem eigenen Kraftfahrzeug bis zu EUR 0,30 je tatsächlich gefahrenem Kilometer anerkannt.

Wer einen behinderten Menschen mit Merkzeichen H oder Pflegestufe III pflegt, kann einen "Pflege-Pauschbetrag" von jährlich EUR 924 in Anspruch nehmen, wenn er keine Einnahmen für seine Pflegetätigkeit erhält.


MEHR ZU DIESEM THEMA:

  • Sonderausgaben und Außergewöhnliche Belastungen
    (Broschüre des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen)
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Kraftfahrzeugsteuer

Schwerbehinderte Menschen werden unter bestimmten Voraussetzungen gänzlich von der Zahlung der Kraftfahrzeugsteuer befreit oder erhalten eine Ermäßigung der Kraftfahrzeugsteuer um 50 Prozent.


DETAILS:

  • Vergünstigungen bei der Kraftfahrzeugsteuer für Schwerbehinderte
    (Liste "Verfahren und Dienstleistungen" oben rechts in der Randspalte)
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Hundesteuer

Blinde Personen und Gehörlose, die einen Hund besitzen, werden in der Regel steuerlich begünstigt. Sie können eine Befreiung von der Hundesteuer beantragen. Allerdings sind die Voraussetzungen in jeder Gemeinde unterschiedlich.


DETAILS:

  • Befreiung von der Hundesteuer
    (Liste "Verfahren und Dienstleistungen" oben rechts in der Randspalte)
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Freigabevermerk
Dieser Text wurde freigegeben durch die Sächsische Staatskanzlei.

Folgende Verwaltungsvorgänge sind für diese Lebenslage relevant


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