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7. Beschäftigung schwerbehinderter Menschen 

Alle Arbeitgeber sind verpflichtet, bei der Besetzung freier Stellen zu prüfen, ob sie schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen beschäftigen können.

Gleichgestellte sind behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von weniger als 50, aber wenigstens 30, wenn sie infolge ihrer Behinderung keinen geeigneten Arbeitsplatz erlangen oder behalten können und auf Antrag von der Agentur für Arbeit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden.


DETAILS:

  • Gleichstellung einer Behinderung mit einer Schwerbehinderung
    (Liste "Verfahren und Dienstleistungen" oben rechts in der Randspalte)


  • Ansprüche schwerbehinderter Arbeitnehmer / Pflichten der Arbeitgeber
  • Hilfen
  • Arbeitsassistenz

Ansprüche schwerbehinderter Arbeitnehmer / Pflichten der Arbeitgeber

Schwerbehinderte Menschen haben gegenüber ihrem Arbeitgeber Anspruch auf:

  • Beschäftigung, bei der sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse möglichst voll verwerten können
  • bevorzugte Berücksichtigung bei innerbetrieblichen Maßnahmen der beruflichen Bildung zur Förderung ihres beruflichen Fortkommens
  • Erleichterungen im zumutbaren Umfang zur Teilnahme an außerbetrieblichen Maßnahmen der beruflichen Bildung
  • behinderungsgerechte Einrichtung und Unterhaltung der Arbeitsstätten einschließlich der Betriebsanlagen, Maschinen und Geräte sowie der Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsumfeldes, der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit unter besonderer Berücksichtigung der Unfallgefahr
  • Ausstattung ihres Arbeitsplatzes mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen unter Berücksichtigung der Behinderung und ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigung

Die besonderen Interessen schwerbehinderter Menschen in Betrieben und Verwaltungen werden vom Betriebs- oder Personalrat gewahrt. Werden ständig wenigstens fünf schwerbehinderte Menschen beschäftigt, ist zusätzlich noch eine Schwerbehindertenvertretung zu wählen.


HINWEIS: Alle Arbeitgeber – gleich, ob private oder öffentliche – mit mindestens 20 Arbeitsplätzen sind verpflichtet, wenigstens fünf Prozent aller Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen und schwerbehinderten Menschen Teilzeitarbeit zu ermöglichen, wenn die kürzere Arbeitszeit wegen Art oder Schwere der Behinderung notwendig ist. Erfüllt ein Betrieb diese Pflichtquote nicht, muss er für jeden unbesetzten Pflichtplatz eine so genannte Ausgleichsabgabe zahlen.


DETAILS:

  • Ausgleichsabgabe
    (Liste "Verfahren und Dienstleistungen" oben rechts in der Randspalte)
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Hilfen

Das Gesetz sieht vielfältige Eingliederungshilfen vor:

  • Die Agenturen für Arbeit fördern die Einstellung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen durch Geldleistungen an Arbeitgeber:

    DETAILS:
    • Eingliederungszuschuss
    • Einstellung arbeitsloser Personen in zusätzliche Dauerarbeitsverhältnisse
      (Liste "Verfahren und Dienstleistungen" oben rechts in der Randspalte)
  • Schwerbehinderte Menschen sind besonders gegen Kündigung geschützt. Jeder Auflösung oder Änderung des Arbeitsverhältnisses muss vorher das Integrationsamt zustimmen.

    MEHR ZU DIESEM THEMA:
  • Schwerbehinderten Menschen steht ein zusätzlicher bezahlter Urlaub von einer Arbeitswoche zu (gilt nicht für Gleichgestellte).

    MEHR ZU DIESEM THEMA:

Neben den Eingliederungshilfen erhalten schwerbehinderte Menschen darüber hinaus so genannte "begleitende Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben". Aufgabe der begleitenden Hilfen ist es, Schwierigkeiten, die im Arbeits- und Berufsleben auftreten, zu beseitigen. Zu diesem Zweck führt das Integrationsamt, das dafür zuständig ist, regelmäßig oder aus besonderem Anlass Betriebsbesuche durch, um an Ort und Stelle die Verhältnisse zu überprüfen.


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Arbeitsassistenz

In diesem Zusammenhang stellen die Hilfen im Rahmen der Arbeitsassistenz für die schwerbehinderten Menschen einen wichtigen Schritt dar. Für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen ist eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben oft nur erreichbar, wenn ausbildungs- oder berufsbegleitende persönliche Hilfen, eine Arbeitsassistenz, zur Verfügung stehen. Arbeitsassistenten können beispielsweise Vorlesekräfte für sehbehinderte und blinde Menschen sein, aber auch anderweitige Hilfestellungen zur Ausübung der Beschäftigung geben.

Die Kosten einer Arbeitsassistenz werden grundsätzlich von den Rehabilitationsträgern getragen. Die Leistungen werden auch in den Fällen, in denen die Rehabilitationsträger zuständiger Kostenträger sind, von den Integrationsämtern ausgeführt. In den Fällen, in denen schwerbehinderte Menschen an einer Arbeitsbeschaffungs- oder Strukturanpassungsmaßnahme teilnehmen, werden die Kosten für eine notwendige Arbeitsassistenz von der Agentur für Arbeit getragen.

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Freigabevermerk
Dieser Text wurde freigegeben durch die Sächsische Staatskanzlei.


Folgende Verwaltungsvorgänge sind für diese Lebenslage relevant


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