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Werkstätten für behinderte Menschen 

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Allgemeines

Eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist eine Einrichtung, die sowohl die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben als auch ihre Eingliederung in das Arbeitsleben unterstützt. Sie bietet behinderten Menschen, die wegen der Art oder Schwere der Behinderung nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz oder Gelegenheit, eine geeignete Tätigkeit auszuüben. Die Werkstatt steht allen behinderten Menschen im oben genannten Sinne offen, unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung.


Berufliche Rehabilitationseinrichtung

Die Werkstatt für behinderte Menschen ist eine berufliche Rehabilitationseinrichtung. Sie ermöglicht es, dass behinderte Menschen ihre Leistungsfähigkeit entwickeln, erhöhen oder wiedergewinnen. Dabei soll ein Arbeitsentgelt erreicht werden, das dem Leistungsvermögen des Betroffenen angemessen ist.


Mindestvoraussetzung für Betroffene

Die Betroffenen müssen ein Mindestmaß an "wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung" erbringen können, um in eine Werkstatt für behinderte Menschen aufgenommen zu werden. Diese Arbeitsleistung fehlt aber, wenn der behinderte Mensch trotz Betreuung sich selbst oder andere erheblich gefährdet. Die Arbeitsleistung kann auch dann nicht erbracht werden, wenn er ständige Betreuung und Pflege innerhalb der Werkstatt benötigt.


Mindestanforderungen an Werkstätten

Werkstätten müssen zur Betreuung von Menschen mit Behinderung begleitende Fachdienste zur Verfügung stellen (in der Regel Sozialpädagogen). Dabei sollen die Werkstätten selbst einen möglichst hohen Anteil der zu leistenden Kosten durch Arbeitserträge aufbringen. Ziel sind wirtschaftliche Arbeitsergebnisse im Rahmen des Möglichen.

Aus diesen Grundsätzen ergeben sich die Mindestanforderungen zur Anerkennung einer Institution als "Werkstatt für behinderte Menschen". Diese Anerkennung spricht die Agentur für Arbeit aus.


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Bereiche

Je nachdem, in welchem Bereich einer Werkstätte der behinderte Mensch tätig ist, werden zur Abgeltung der Leistungen Vereinbarungen geschlossen. Entweder ist die Agentur für Arbeit oder der Kommunale Sozialverband Sachsen als überörtlicher Sozialhilfeträger der Kostenträger.


Eingangsverfahren

Im Eingangsverfahren, das drei Monate dauert, wird festgestellt, für welche Tätigkeiten der behinderte Mensch geeignet ist beziehungsweise ob die Werkstatt überhaupt die passende Einrichtung für ihn sein kann. Behinderte Menschen, die die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen nicht erfüllen, sollen in Gruppen betreut werden, die der Werkstatt angegliedert sind. Vielen Werkstätten sind deshalb auch eigene Einrichtungen angegliedert, die die Betreuung von schwerst- oder schwermehrfachbehinderten Menschen übernehmen (Förder- und Betreuungsbereich).


Berufsbildungsbereich

Im Berufsbildungsbereich haben Werkstatt für behinderte Menschen die Aufgabe, die Betroffenen sowohl in ihrer Berufsbildung als auch in ihrer Persönlichkeit so weit zu fördern, dass eine geeignete Beschäftigung im Arbeitsbereich der Werkstatt oder auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich wird.

Die berufliche Förderung wird allen erwachsenen Betroffenen für zwei Jahre gewährt, wenn ein Anspruch auf Werkstattförderung besteht.


Arbeitsbereich

Im Arbeitsbereich soll die Werkstatt für behinderte Menschen über ein möglichst breites Angebot an Arbeitsplätzen zur Ausübung geeigneter Tätigkeiten verfügen. Dabei werden durch die Werkstatt vorrangig Produktionsaufträge abgewickelt und Dienstleistungen erbracht. Die Arbeitsplätze müssen einerseits den Erfordernissen der Arbeitswelt entsprechen, andererseits aber auch an die besonderen Bedürfnisse der behinderten Menschen angepasst werden.

In diesem Bereich können behinderte Personen maximal bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres beschäftigt bleiben.

Wenn es möglich ist, soll für die Beschäftigten der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt angestrebt werden (zum Beispiel durch Außenarbeitsplätze in Betrieben, Integrationsprojekte und Probearbeitsverhältnisse mit begleitenden Hilfen im Arbeitsleben).

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Rechtsverhältnis

Behinderte Menschen, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind, haben zum großen Teil einen arbeitnehmerähnlichen Rechtsstatus. Sie erhalten ein Arbeitsentgelt, das aus dem Produktionserlös der Werkstatt gezahlt wird. Zusätzlich wird ein Arbeitsförderungsgeld geleistet. Die Betroffenen sind unfall-, kranken-, pflege- und rentenversichert, in der Regel jedoch nicht in die Arbeitslosenversicherung einbezogen.

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Freigabevermerk
Dieser Text wurde freigegeben durch die Sächsische Staatskanzlei.


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